Schloss Benrath

Das spätbarocke Schloss Benrath mit seinem Schlossgarten stellt eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Düsseldorfs dar. Zugleich bildet es eines der schönsten Schloss- und Parkanlagen der gesamten Region. Der Baustil leitet bereits über vom Barock zu den schlichten, funktionalen Formen des Klassizismus.

Der Haupttrakt des dreiflügeligen Schlosses, der als Corps de Logis bezeichnet wird, ist umrahmt von zwei Nebengebäuden. Der Zentralteil wird heute für wechselnde Veranstaltungen und Konzerte genutzt, während in den beiden Flügelbauten Museen untergebracht sind: das Museum für Europäische Gartenkunst und das Naturkundliche Heimatmuseum.

Erbaut wurde die Anlage von 1755 bis 1773 im Auftrag von Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz, der seit 1742 das Herzogtum Jülich regierte. Da dieser zugleich Kurfürst der Pfalz und ab 1777 auch von Bayern war, wurde das als Sommerresidenz (Maison de Plaisance) gedachte Schloss nach seiner Fertigstellung vom Bauherrn nie genutzt. Dieser residierte zunächst in Mannheim, später dann in München. Schloss Benrath besuchte er nur ein einziges Mal. Im Juni 1785 besichtigte der die Schlossanlage während seines Aufenthaltes in Düsseldorf.

Baumeister war der Franzose Nicolas de Pigage (1723-1796). An gleicher Stelle befand sich bereits ein älteres Wasserschloss, das weitgehend abgetragen wurde. Die Orangerie am Ostrand der Anlage gehört zu den Überresten dieses alten Schlosses.

Entsprechend der aufgeklärten Haltung des Kurfürsten erschuf Pigage eine Architektur die sich vom Spätbarock löst und Übergänge zum Klassizismus zeigt. Dies wird unter anderem erkennbar an der funktionalen, nüchtern gehaltenen Außenfassade der Gebäude, dem wohl aber ein prunkvoll ausgestattetes Inneres gegenübersteht.