Düsseldorf ist eine grüne Stadt. Die zahlreiche Parkanlagen bilden die grüne Lunge der Stadt. Überall gibt es grüne Inseln der Ruhe, Orte um der Hektik des Alltags zu entkommen. Das Interessante ist, dass diese Grünzonen von recht unterschiedlichem Charakter sind. Eines aber haben alle gemeinsam: sie lassen den Besucher für einen Moment aus der unruhigen, lärmreichen Großstadt entfliehen in die Idylle der Natur.
Mit einer Fläche von 27 Hektar ersteckt sich der Hofgarten nördlich der Innenstadt zwischen Tonhalle und Schloss Jägerhof. Er bildet somit das zentrale Erholungsgebiet der Stadt mit Wiesen, alten Bäumen, Denkmälern, Kunstwerken, Bänken zum Verweilen, Wasserflächen und vielem mehr.

Die erste Parkanlage entstand hier bereits 1769. Sie bildete den ersten öffentlich zugänglichen Bürgerpark Deutschlands. Die heutige Parkgestaltung geht wesentlich auf den in Bonn geborenen Maximilian Friedrich Weyhe zurück, der den Park ab 1804 umformte. Dem nachhaltig wirkenden Gartenarchitekt, der neben dem Hofgarten viele Parkanlagen im Rheinland gestaltete und der 1846 in Düsseldort starb, ist im Hofgarten ein Denkmal gewidmet.
Der Hofgarten vereint zwei gegensätzliche Parkkonzeptionen. Einerseits den englischen Stil des Landschaftsparks, der versucht, eine mit leichten Bodenerhebungen ausgestaltete "Ideallandschaft" nachzubilden. Dabei handelt es sich um eine zwar gärtnerisch gestaltete, jedoch naturnahe Parkform. Im Gegensatz dazu findet sich im älteren Teil des Hofgartens aber auch das Konzept des Barockparks französischer Prägung, bei dem die Natur durch parallele oder symmetrische Gestaltungselemente stark reglementiert wurde. Der östliche Teil des Hofgartens zwischen Schloss Jägerhof, der Nördlichen Düssel und dem Brunnen "Jrönem Jong" zeigt diese strenge französiche Anordnung.
Im Jahr 2002 wurde der Hofgarten im Rahmen des Projektes EUROGA 2002plus einer großflächigen Sanierung unterzogen.