Das linksrheinische Oberkassel zählt ohne Zweifel zu den schönsten und teuersten Stadtteilen von Düsseldorf. Schließlich ist eine Wohnung in einem der Jugenstilhäuser mit Blick auf den Rhein nicht für jedermann bezahlbar.

Neben der herausragenden Architektur sind die Nähe zur Innenstadt, gute Einkaufsmöglichkeiten, gepflegte Gastronomie und viel Natur vor der Haustür Bestandteil der hohen Lebensqualität Oberkassels.
Lange Zeit war Oberkassel Teil der Gemeinde Heerdt und linksrheinisch ausgerichtet. Durch den Rhein getrennt, war Düsseldorf weit weg. Die Infrastruktur war eher dörflich ausgerichtet. Dieses dörfliche Flair ist im angrenzenden Niederkassel noch heute spürbar.
Die ländliche Idylle änderte sich schlagartig, als 1898 eine erste Brücke über den Rhein fertiggestellt wurde. Beide Seiten waren nun miteinander verbunden. Im Jahre 1909 schließlich breitete sich Düsseldorf auf das andere Flußufer aus. Oberkassel und weitere Gemeinden wurden der Stadt einverleibt.
Oberkassels herausragende Architektur entstand großteils zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich hier viele Künstler niederließen. Den 2.Weltkrieg überstand der Stadtteil weitgehend unzerstört.
Die Jugenstilhäuser am Rheinufer, die man von der rechtsrheinischen Rheinuferpromenade aus gut sieht, stehen heute weitgehend unter Denkmalschutz. Belsen- und Barbarossa-Platz sind über die zentrale West-Ost-Straße Oberkassels, die Luegallee, zu erreichen. Am Belsenplatz steht noch das alte Bahnhofsgebäude der Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn. Es beherbergt heute ein Brauhaus.