Kaiserswerth liegt im Norden des Düsseldorfer Stadtgebietes. Im Jahr 1929 eingemeindet, gehört es mit seinem historischen Ortskern und der mittelalterlichen Kaiserpfalz zu den sehenswertesten Besichtigungszielen Düsseldorfs. Neben einer Besichtigung des Ortes selber kann man hier herrlich am Rhein spazieren gehen oder mit der Fähre auf die andere Seite des Flusses übersetzen.

Bereits um 700 wurde hier durch den englischen Mönch Suitbert an einem fränkischen Siedlungsplatz ein Benediktiner-Kloster gegründet. Damals befand sich der Ort noch auf einer Insel, die durch einen Nebenarm das Rheins vom Ufer getrennt war.
Im Mittelalter entstand eine Kaiserpfalz, die 1174 durch Kaiser Friedrich Barbarossa ausgebaut wurde, als dieser den Rheinzoll von den Niederlanden nach Kaiserswerth verlegte. Immer wieder war der Ort wegen seiner strategischen Lage Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Fremde Heere belagerten oder zerstörten die Stadt mehrfach. So wurde Kaiserswerth 1702 während des Spanischen Erbfolgekriegs fast völlig zerstört.

Der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner, der seit 1822 die Gemeinde in Kaiserswerth betreute, gründete 1836 die Diakonissen-Anstalt zur Pflege hilfsbedürftiger Menschen. Diese Anstalt wurde zum Vorbild vieler diakonischer Einrichtungen auf der ganzen Welt. Hier erhielt die berühmte englische Krankenschwester Florence Nightingale in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre pflegerische Ausbildung.
Heute kennzeichnen zahlreiche Barockhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert das Ortsbild von Kaiserswerth. In Nähe der romanischen St. Suitbert-Basilika, in der die Gebeine des heiligen Suitbert aufbewahrt werden, befindet sich auch die Ruine der Kaiserpfalz, von der aus einst der Rhein kontrolliert wurde.
Kaiserswerth reicht bis an den Rhein heran. Ein Spaziergang entlang des Flusses nach Norden in Richtung Wittlaer führt durch eine typische Niederrhein-Landschaft mit grünen Wiesen, Papplen und Kopfweiden.